Das Wetter spielt verrückt

Crottendorf Erzgebirge

Trockenster Winter seit über 100 Jahren

Der Winter-Wetter-Trend 2012/2013

Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat falle, so Jung, vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte russische Kälte mit Eis und Schnee zum ersten Mal richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält, sei unsicher, denn vom Atlantik drängten im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm-, mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten - das werde wohl erst kurz vor dem Fest klar.

Januar: Der Januar werde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringe laut Jung zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee falle. Generell seien in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen zu erwarten. In den Niederungen „rieche“ es ersten Berechnungen zufolge eher nach einem Schmuddelwinter - perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen.

Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die im Dezember ausfallen. Nennenswerter I 1 Schneefall sei dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.


Der Winter 2014 fiel gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1990 viel zu warm aus. Das Wetter spielte verrückt!
Der Sommer 2014 war Deutschlandweit eher durchschnittlich zu warm, auch in den oberen Lagen des Erzgebirges gab es Hitzeperioden.


Das Jahr2016 - Der Spätsommer rettet den Jahrgang für die Winzer

Es waren zwar nicht die sieben biblischen Plagen, aber es kam doch einiges zusammen: späte Fröste, Hagel, Pilzinfektionen und schließlich Sonnenbrand. 2016 war der schwierigste Wein-Jahrgang dieses Jahrhunderts.

Das am Ende doch noch reife, gesunde und aromatische Trauben auf der Kelter lagen, erschien manchen Winzern wie ein Wunder. Im Juli wurde der diesjährige Jahrgang schon fast abgeschrieben, es war ein großer Kampf. Aber der da oben hat wohl gemerkt, dass er viel Mist gebaut hat. Deshalb gab es am Ende acht Wochen Sonne und perfekte Lesebedingungen.

Im späten Frühjahr und im Frühsommer musste gegen extrem aggressive Pilzinfektionen gekämpft werden. Ende August litten die Trauben bei großer Hitze mit Temperaturen von bis zu 38 Grad unter Sonnenbrand. Hier verfärbten sich die Traubenhäute bis sie fast schwarz wurden.
Doch dann hatte der liebe Gott doch ein Einsehen!
Die Schönwetterperiode des Spätsommers sorgte für ein unerwartetes Happy End.

Die Weinlese selbst war sogar richtig entspannt, weil Fäulnis in diesem Jahr kein Thema war. Die Trauben waren gesund, es gab keinen Grund für eine hektische Tempolese, der optimale Reifezeitpunkt konnte abgewartet werden. Die Qualität der Trauben war gut, die Säurewerte sind niedriger gewesen als im Vorjahr, ein Ergebnis der Hitze im August und September.

Fazit des Jahrgangs 2016: turbulent und herausfordernd.