unser Heimatort
Crottendorf ...
Dort wo der Fluss die Zschopau, den Wald verläßt, in der Bergwelt des oberen Erzgebirges, liegt der Ort Crottendorf. Über die Gründung des Ortes ist nichts genaues überliefert. Erstmalig erwähnt wird Crottendorf im 12. Jahrhundert. Weit über die Grenzen des Landes hinaus sind die Crottendorfer Räucherkerzen bekannt, deren Duft an den Weihnachtstagen durch die Häuser zieht. In dem Museum der Grenzwald Destillation Otto Ficker GmbH können Sie die einmalige Atmosphäre einer richtigen Kräuter-Destillation erleben. Der gesamte Produktionsablauf ist in diesem technischen Museum nachvollziehbar. Abgerundet wird der Besuch mit der Verkostung von Grenzwald-Spirituosen-Spezialitäten. Aber auch der Crottendorfer Marmor machte sich seinen Namen, er ist zum Beispiel in der Dresdner Hofkirche und im Amsterdamer Rathaus zu finden.
Ein Besuch in der Advents- und Weihnachtszeit ist immer wieder ein besonderes
Erlebnis. Aus fast jedem Haus leuchten Adventssterne, in jedem Fenster steht ein
Schwippbogen, Bergmann und Engel. Ohne diese Stimmung kann sich kein Erzgebirger
Weihnachten vorstellen. Seit alters her werden in Crottendorf die
erzgebirgstypischen Kunstarbeiten des Klöppelns und Schnitzens gepflegt.
Durch Laubsägearbeiten entstehen Pyramiden und Schwippbögen, gedrechselt werden Nussknacker und
Räuchermännchen. In allen Teilen des langgestreckten Ortes laden
geschmackvoll eingerichtete Restaurants und Cafés zum Verweilen ein.
Ein Besuch in Crottendorf lohnt sich immer!
Geschichtliches zum Ort
Das exakte Gründungsjahr von Crottendorf ist nicht bekannt, d.h. der Ort
wurde ca. Mitte des zwölften Jh. als bäuerliches Waldhufendorf
angelegt.
Zur Zeit der Hussitenkriege (1419 – 1436) wurde Crottendorf im Jahre 1429
fast gänzlich zerstört, die Kirche geschändet.
1439 werden die Schönburger endgültig Eigentümer
der Grafschaft Hartenstein und das verwüstete Dorf wird wieder
aufgebaut.
1522 die Umgebung ist reich an silberhaltigen Erzfunden.
In Crottendorf selbst gibt es keine Silbererze, es wurde jedoch ein wichtiger Ort
zur Verwaltung der "Hohen Wälder"
1565 wurde vom Kurfürsten angeordnet, das
sächsisch-böhmische Grenzgebiet einschließlich Crottendorf mit
einem Wildzaun zu umgeben, damit der Kurfürst mit seinen Gästen
ungehindert seiner Jagdlust nachgehen konnte.
1575 entdeckt der Steindrechsler David Hirschfelder, dass der
Crottendorfer Kalkstein die Qualität von Marmor besitzt. Der Marmorbruch zu
Crottendorf erlangte durch die hohe Qualität des Marmors einen guten Ruf.
Zum Beispiel wurde der Marmor beim Bau des Rathauses in Amsterdam
verwendet,
desweiteren für die Statue des Königs Friedrich August vor dem
Peterstor in Leipzig,
für das Monument der zu Celle verstorbenen Königin Mathild von
Dänemark,
für Platten in der Hofkirche in Dresden und für unzählige
Leichensteine im In- und Ausland.
