Crottendorf ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die
nähere Umgebung.
Auf vielen markierten Wanderwegen kann die nähere Umgebung erreicht werden.
So locken z.B. der 1215 m hohe Fichtelberg mit Deutschlands höchstgelegener
Stadt Oberwiesenthal, der Scheibenberg (807 m) mit seinem neuen Aussichtsturm und
seinen Basaltsäulen (Orgelpfeifen) sowie der Bärenstein (898 m), der
Pöhlberg (832 m) bei Annaberg-Buchholz. Auch Ausflüge zum
Pumpspeicherwerk Markersbach, in die Bergstadt Annaberg-Buchholz oder nach
Seiffen lohnen sich.
In den Wäldern um Crottendorf gibt es ebenfalls
interessante Wanderziele, wie den Willybrunnen an der Großen Mittweida, die
Wolfsgruben (4 m Tiefe) in der Nähe der zweiten Zschopaubrücke, den
Elisabethstein
und die Cottabuche an der Katzensteiner Straße und den Wettinstein am Waldrand bei den oberen Bauern. Auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke konnte ein Rad- und Wanderweg eröffnet werden. Wir möchten Sie einladen, die Ursprünglichkeit und Vielfältigkeit der Landschaft entlang des romantisch gelegenen Zschopautales kennenzulernen. Dieser neue Weg ist Bestandteil des Zschopautalradund -wanderweges, welcher vom Fichtelberg bis zur Mündung der Zschopau in die Freiberger Mulde bei Döbeln führt. Auf der Strecke zwischen Crottendorf und Walthersdorf finden Sie Gelegenheiten zum Rasten, Einkehren und sogar zum Wassertreten in einem Kneippbecken. Im Ort bestehen verschiedene Möglichkeiten, die Freizeit sinnvoll zu gestalten. So gibt es z. B. für Kinder Abwechslung auf den zwei Spielplätzen, für Sportler den Tennisplatz und den Sportplatz. Das gepflegte Freibad mit Liegewiese kann genutzt werden. Die Bibliothek mit ca. 15000 Büchern sowie sieben öffentlichen Internetplätzen bietet Bildung und Unterhaltung. Für ruhigere Freizeitgestaltung eignet sich ein Besuch unseres kleinen Parks, wo auch Kinder einen schönen Spielplatz finden. Oder man besucht das "Schnapsmuseum" der Firma Likördestillation Ficker mit Führung und Verkostung. Die Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahre 1654 ist sehr gut erhalten geblieben. Durch ein aus Bruchsteinen gemauertes Rundbogentor hat das Kirchspiel Wehrcharakter. Das Innere der Kirche ist sehr wertvoll geschmückt. Zwei Ausstattungen sind zugleich Zeichen hoher handwerklicher Fähigkeiten früherer Zeit, so ein Flügelaltar und ein aus Crottendorfer Marmor gefertigter Taufstein. Sehenswert sind nicht nur die alten Gebäude wie die Kirche und die alten Fachwerkhäuser. An einigen renovierten Häusern entstanden hübsche Wandbilder mit Erzgebirgsmotiven. Erzgebirgstypische Kunstarbeiten des Klöppelns und Schnitzens werden noch heute gepflegt. So schnitzt man Bergmänner, verschiedene Tiere, Christgeburten und vieles andere mehr. Traditionelles Handwerk und Brauchtum, die Gastlichkeit und die Herzlichkeit der Erzgebirger - dies macht einen Aufenthalt in Crottendorf lohnenswert.
Zwischen den Feldern von Neudorf und Crottendorf liegt ein schmaler Streifen Staatswaldung, die Braunelle genannt, in welchem die Sage den Katzenhans des Nachts sein Wesen treiben lässt. Sein weithin tönendes "hollerndes" Geschrei schreckt den Einsamen und treibt ihn auf Irrwege. Zuweilen begibt er sich auch durch die Luft über Crottendorf hinweg nach einer sumpfigen Gegend zwischen diesem Orte und Scheibenberg, um allda sein Wesen zu treiben. Die Sage berichtet aber nicht mehr, wer jener Katzenhans gewesen sei und woher es komme, dass er gerade dort sein Wesen treibe. Sein Parteigänger ist der Glasmeister mit sehr großen Glasaugen, der in der oberen Braunelle, da, wo die Straße von Neudorf nach Crottendorf den Wald durchschneidet, den Wanderer in der Nacht schreckt und irre führt. Ob sein Herkommen auf die ehemalige Glashütte in Ober-Crottendorf zurückzuführen ist, weiß aber niemand zu sagen. Ist nun der Fußgänger des Nachts glücklich durch Ober-Crottendorf und ein gutes Stück auf der Straße nach Scheibenberg weiter gekommen, so begleitet ihn eine gespenstische Laterne eine gute Strecke.
Hier wurde am 17. Oktober 1846 ein fahrender Marionettenspieler erschlagen und beraubt. Man fasste den Mörder und verurteilte ihn zu 40 Jahren Zuchthaus. Das Opfer wurde auf dem Friedhof in Neudorf in einem Armengrab beerdigt.
Hier rastete und frühstückte am 27. Juni 1907 der sächsische König Friedrich August III. nach seiner Wanderung vom Fichtelberg. Die Rückseite des Steins erinnert an die 800-jährige Herrschaft der Wettiner von Heinrich I. 1089 bis Albert 1889.
Ein duftendes Produkt ist weit über die Grenzen des erzgebirgischen Orts bekannt. Die Rede ist von den Original Crottendorfer Räucherkerzen. Jeder, der schon immer mal wissen wollte, wie die wohlriechenden Kerzen hergestellt werden, kann sich im Firmengebäude der Räucherkerzen GmbH einen Einblick verschaffen. Eigens für die Neugierigen wurde ein Museum eingerichtet, in dem Verkauf und Führungen angeboten werden. Vom 26.-27.08.2011 feiert unser Ort das 75-jährige Jubiläum der Original Crottendorfer Räucherkerzen.
Im Ortsteil Walthersdorf befindet sich ein Eisenbahnmuseum. Es handelt sich um einen typisch sächsischen Kleinbahnhof, der weitestgehend im Originalzustand erhalten geblieben ist. Nach der Einstellung des Bahnbetriebes auf der Stichstrecke nach Crottendorf nahm sich Claus Schlegel des Bahnhofs an und versetzte ihn wieder in den Ursprungszustand von 1889. Im original restaurierten Königlich Sächsischen Museumsbahnhof Walthersdorf ist heute eine umfangreiche Sammlung von Eisenbahnutensilien ausgestellt. Die Schau ist regelmäßig geöffnet und wird vom „Bahnhofsvorsteher” höchstselbst vorgestellt. Wenn Sie sich für die Geschichte der sächsischen Eisenbahnen interessieren, dürfen Sie diese Ausstellung nicht verpassen.
Mitten im Crottendorfer Wald liegen die Gaststätte und Pension Kalkberg, ein herrlicher Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen und Radtouren. Zirka 8 km beträgt die Entfernung bis auf den Fichtelberg in Oberwiesenthal, im Sommer zu Fuß und im Winter mit Skiern, um nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten aufzuzeigen. Vor allem für Familien mit Kindern ist es ein herrliches Ausflugs und - und Urlausziel. Der kleine Streichetzoo ist Anziehungspunkt für große und kleine Leute. Auf Besucher warten sieben Esel, zwölf Ziegen, zwei Alpakas und dreißig Huskys. Zwei von den Eseln sind Minis und kommen direkt aus Texas. Die Ziegen Bernhard und Bianca gehören zu einer Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. Gern wird auch die Gaststätte in Anspruch genommen, welche neben sehr guter Hausmannskost auch kulinarische Highlights bietet.
Neuestes Produkt ist die hauseigene Fertigung
Erzgebirgischen Käses. Die in der höchstgelegenen Käserei des
Erzgebirges reifenden Sorten, bestehen aus Milch eigener Produktion, dem
Haupterwerbszweig des Hofes. Die selbst hergestellten Käse schmekken nicht
nur gut, sondern erhielten auch Namen aus der Erzgebirgisches Heimat. Bis zu zehn
Sorten Hart- und Weichkäse werden hergestellt, einige seien hier
vorgestellt:
Käse Zachenstein - fest und würzig
Zschopautaler Käse - ein handfester Schnittkäse mit
Kräutern
Erzgebirgskäse - ein Hartkäse, der lang lagern muss.
Der Hofladen bietet auch frische Milch, Butter und
weitere Produkte an.