Montanregion Erzgebirge UNESCO Weltkulturerbe
Bergstadt Freiberg mit Dom St. Marien
Unesco Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge

UNESCO Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge

das in ruhiger Lage gemütlich, gepflegte Ferienhaus in Montanregion Erzgebirge

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UNESCO Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří

Seit der Gründung am 13.06.2003 unterstützt der „Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V.“ die Einschreibung der Kulturlandschaft „Montanregion Erzgebirge” als UNESCO-Welterbe. Idee & Förderung des Welterbeantrages erfolgten sowohl auf sächsischer auf tschechischer Seite. Auf Initiative von Bürgern & Bürgerinnen der Region, die sich beiderseits der Grenze zu einem Förderverein aus Überzeugung heraus zusammenschloss.

Als am 6.Juli 2019 um 14.40 Uhr in Baku der Vorsitzende der Sitzung des Welterbekomitees UNESCO – den Hammer in die Hand nahm. Mit diesem Schlag, die montane Kulturlandschaft Erzgebirge/„Krušnohoří“ in die Welterbeliste eingetragen war. Erfuhr die 800-jährige Geschichte des sächsischen, böhmischen Erzgebirge höchste internationale Anerkennung.

Über die Aufnahme in die Welterbeliste entscheidet das Welterbekomitee.

Unesco Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge?

Zur UNESCO Weltkulturerbe der Montane Region Erzgebirge / Krušnohoří gehören insgesamt 22 Bestandteile. Auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland 17 Gebiete in Sachsen. Fünf Gebiete in Tschechien gehören zur Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. 800 Jahre Erzgewinnung haben Landschaft 6 Städte stark geprägt. Bergwerke, Schächte, Wassermanagementsysteme , Halden 6 Forstgebiete zeugen von einer lebhaften Bergbaukultur, die zurückgeht auf das Jahr 1168, als nahe der Stadt Freiberg Kaufleute Silberfunde entdeckten.
1520 wurden hier erstmals Silbertaler geprägt, die lange Zeit als Vorbild für verschiedene europäische Währungen 6 den amerikanischen Dollar galten.

Die ausgewählten Denkmäler, Natur- & Kulturlandschaften repräsentieren in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete. Die Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. In keiner Region Europas wird das bergmännische Brauchtum, werden die bergmännischen Traditionen intensiver gepflegt & gelebt, wie im Erzgebirge. Jeder Bestandteil besteht aus verschiedenen Einzelobjekten beziehungsweise Landschaften – circa 400 auf sächsischer Seite!


BERGBAULANDSCHAFT HOHER FORST BEI SCHNEEBERG

Bereits ab 1306 begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, es entwickelte sich eine Bergstadt. Nachweislich bis ins 20. Jahrhundert gab es Bergbautätigkeiten. Heute zeugt das montan archäologische Bergbaudenkmal von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

MONTANLANDSCHAFT SCHNEEBERG UNESCO-Welterbe

Viele der aus dem 18./ 19. Jahrhundert stammenden Aufbereitungsanlagen & bergmännischen Gebäude sind erhalten geblieben. Sie vermitteln einen Eindruck vom Bergbau auf Silber- & Kobalterze, dem Rohstoff für die Produktion von blauen Farben. Um die Wasserkraftmaschinen der Gruben betreiben zu können, legte man den Filzteich an. Die historische Altstadt Schneebergs, zahlreiche Fundgruben der Umgebung, sind Sehenswürdigkeiten der Montanlandschaft Schneeberg

BLAUFARBENWERK SCHINDLERS WERK IN ZSCHORLAU

Die erzgebirgische Blaufarbenproduktion dominierte lange Zeit in Europa. Das jüngste der ehemals fünf Blaufarbenwerke befindet sich in Zschorlau, wo es 1650 von Erasmus Schindler gegründet worden ist. Der Denkmalbestand zeigt den als Gemeinwesen gegründeten Hüttenstandort mit Produktions- & Funktionsgebäuden sowie Wohnhäusern.

LAUTA

Bei Lauta in der Nähe von Marienberg finden sich Zeugnisse der Bergbaugeschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Zu den historisch bedeutendsten Gängen gehören die perlschnurartig aufgereihten Halden des „Bauer Morgenganges", „Elisabeth Flachen". Jede Halde markiert den ursprünglichen Standort eines mehrerer Tagesschächte.

ROTHER BERG IN SCHWARZENBERG

Die Eisenhütte Erlahammer befand sich im Stadtgebiet von Schwarzenberg. Von der einstmaligen Bedeutung des Werkes für die Eisenproduktion & -verarbeitung zeugt der Herrenhof aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Bergbaulandschaft Rother Berg, von wo aus Mitte des 13. Jahrhunderts Roteisenerze abgebaut worden ist.

MONTANLANDSCHAFT ALTENBERG-ZINNWALD

Die Montanlandschaft Altenberg-Zinnwald dokumentiert die Gewinnung, Aufbereitung, Verarbeitung großer Mengen Zinnerze über einen Zeitraum von 600 Jahren. Bedeutende Sachzeugen des Bergbaus bei Altenberg sind vom 15. bis 20. Jahrhundert erhalten. Der Bergbau in der Lagerstätte Zinnwald ist auf sächsischer & auf böhmischer Seite betrieben worden.

SAIGERHÜTTENKOMPLEX GRÜNTHAL

Das Saigern, ein Verfahren zur Gewinnung von Silber aus silberhaltigem Kupfererz, gab der 1537 von Bergmeister Hans Leonhardt gegründeten Hütte ihren Namen. Die Saigerhütte Grünthal war ein Gemeinwesen mit eigener Gerichtsbarkeit. Hier finden sich neben den Produktions- / Verwaltungsgebäuden ein Wohn- / Versorgungsgebäude.

HISTORISCHE ALTSTADT MARIENBERG

Die 1521 gegründete Bergstadt Marienberg ist als Stadt am Reißbrett geplant worden. Der quadratische Grundriss, die Regelmäßigkeit die Verteilung der Gebäude zeigen eine Idealstadt der Renaissance, die hier erstmals nördlich der Alpen geschaffen worden ist. Das zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Bergmagazin ist das einzige Zeugnis seiner Art im Erzgebirge.

BERGBAULANDSCHAFT EIBENSTOCK

Im Westerzgebirge bei Eibenstock weisen zahlreiche Sachzeugen auf das UNESCO-Welterbe, zur einstmaligen Förderung & Verarbeitung von Zinn, hin. In der Bergbaulandschaft liegen unmittelbar nebeneinander Raithalden & Wassergräben zur Erzauswaschung, die noch heute vom obertägigen Zinnseifenbergbau zeugen. Verarbeiten konnte man das Zinn in den umliegenden Eisenhämmern.

VERWALTUNGSSITZ LAUENSTEIN

Die Burg Lauenstein erbaut gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Nach 1464 baute der Freiberger Ratsherr & Bergwerksbesitzer Hans Münzer die Burg zu einem Schloss um. Von 1517 bis 1821 befand sich Schloss Lauenstein im Besitz der Adelsfamilie von Bünau, die an der Entwicklung des Bergbaus im sächsischen Erzgebirge beteiligt war.

HOCHMITTELALTERLICHE SILBERBERGWERKE DIPPOLDISWALDE

Bereits im Hochmittelalter betrieben die Menschen im Erzgebirge Bergbau untertage. Davon zeugt die archäologische Stätte der Silberbergwerke um Dippoldiswalde. Die gut erhaltene untertägige Bergbaulandschaft des 12./13. Jahrhunderts ist für die Erforschung der Frühgeschichte des erzgebirgischen Bergbaus von herausragender Bedeutung.

PÖHLBERG

Auf der östlichen Seite des Pöhlbergs, inmitten eines bäuerlich erschlossenen Gebietes, befindet sich ein seit dem 15. Jahrhundert belegtes Bergbaugebiet. Die untertägigen Grubenanlagen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie die originalen Kunstgezeugereste aus dem 18. Jahrhundert sind einzigartig für den erzgebirgischen Bergbau.

BERGBAULANDSCHAFT BUCHHOLZ

Wann endete Uranförderung im Erzgebirge? Vor 25 Jahren endete der Uranabbau im Erzgebirge. Danach begann Deutschlands größte Umweltsanierung

Als „St. Katharinenberg im Buchholz“ gegründet, entwickelte sich Buchholz zu einer kleinen Bergbausiedlung. Von der Zeit des Silbererzbergbaues zeugt die Hallenkirche mit ihrem kulturhistorisch bedeutenden Bergaltar. In der letzten Phase des Bergbaus entstanden durch den Uranbergbau Erzgebirge Spitzkegelhalden, die im Erzgebirge noch hier erhalten sind.

MONTANLANDSCHAFT ANNABERG-FROHNAU

Eine der traditionsreichen Bergbauregion ist in Annaberg-Buchholz noch heute auf Schritt & Tritt zu spüren. Bereits im Jahr 1530 war sie nach Freiberg die zweitgrößte Stadt Sachsens.

Der Markus-Röhling-Stolln in Frohnau entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Stolln in der Region. Im Tal der Sehma befindet sich der Frohnauer Hammer. Bereits 1907 als erstes technisches Denkmal in Deutschland unter Schutz gestellt, repräsentiert er mit seiner Technik die Verarbeitung verschiedener Metalle im Erzgebirge.

EHRENFRIEDERSDORF

Die Region um Ehrenfriedersdorf ist eine der ältesten mittelalterlichen Zinnerz-Bergbaugebiete Deutschlands. Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts begannen Bergleute hier mit dem Abbau von Zinnerzen. Mit einer hier entwickelten Wasserhebetechnik der zeitweilig ruhende Bergbau im 16. Jahrhundert aufgenommen werden konnte.

DIE MONTANLANDSCHAFT FREIBERG

Die Montanlandschaft Freiberg ist das älteste, wichtigste Abbaugebiet für Silber im Erzgebirge. Von 1168 bis 1968 ist in diesem Gebiet kontinuierlich Silber abgebaut worden.Freiberg im Jahr 1168 gegründet, als erste Bergstadt, im Erzgebirge. Im Laufe der Zeit entstanden im Umfeld der Stadt zahlreiche bedeutende Bergbaulandschaften.

URANERZBERGBAU

Von Bedeutung für die Urangewinnung in Zeiten des Kalten Krieges waren vor allem die Bergbaugebiete im westlichen Erzgebirge, darunter Johanngeorgenstadt, Aue & Schlema. Neben der Schachtanlage 371 bei Bad Schlema dokumentiert die renaturierte Haldenlandschaft (unter anderem mit der Halde 366 bei Aue) die Phase des Uranerzbergbaus.

UNESCO Welterbestätten in tschechischer Republik Erzgebirge/Krušnohoří

MONTANLANDSCHAFT JACHYMOV

Das Erzgebirge beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze ist eine einzigartige Kulturlandschaft, die untrennbar mit dem Bergbau verbunden ist.

Die Stadt Jachymov (St. Joachimsthal), 1516 gegründet, in einem Steilhang des Erzgebirges, gehört zu den Geburtsstätten der Wissenschaft im Bereich Bergbau, Hüttenwesen & Mineralogie, deren wesentliche Grundlagen im 16. Jahrhundert von Georgius Agricola geschaffen wurden. 1716 entstand in Jáchymov die erste Bergschule der Welt.

KRUPKA

Die Gegend um Krupka (Graupen) ist durch den Abbau von Zinnerzen über einen Zeitraum von circa 800 Jahren stark geprägt worden. Ein bedeutendes Montandenkmal dieser Kulturlandschaft ist das Besucherbergwerk Starý Martin (Alter Martin), das mit einer Länge von zwei Kilometern über den längsten Zinnerzgang in Mitteleuropa verfügt.

ABERTAMY-BOZI DAR-HORNI BLATNA

Zwischen 1529 / 1533, kurz nach der Gründung von St. Joachimsthal (später Jáchymov) entstanden in den hohen Lagen des Erzgebirges zeitgleich drei neue bedeutende Bergstädte – Abertamy (Abertham), Bozi Dar (Gottesgab) & Horní Blatna (Bergstadt Platten). Grund waren die reichen Silber-, Zinn- & Eisenerzfunde in der Umgebung.

VRCH MEDNIK (KUPFERBERG)

Der charakteristische Hügel mit der barocken Kapelle Unbefleckte Empfängnis Mariä aus dem Jahre 1674 ist sowohl im erzgebirgischen wie im europäischen Zusammenhang durch die große Anzahl historischer Bergwerke einzigartig. Auf einer kleinen Fläche waren vom 15. bis zum 19. Jahrhundert circa 70 Stolln & Schächte in Betrieb.

ROTER TURM DES TODES ...

Zeugnis eines Welterbe Kulturdenkmals in Tschechien, das an die Zeit des Uranabbaus in der Region Jachymov erinnert. Das Areal, in dem ein siebenstöckiges Gebäude aus roten Ziegeln dominiert, diente von 1951 bis 1956 als zentrale Aufbereitungs- & Sortieranlage der abgebauten, in die Sowjetunion gelieferten Uranerze.

Montanregion Erzgebirge ist UNESCO Welterbe

Quelle: Freie Presse erschienen am 07.07.2019

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